Active Dreaming Archive • Ann Bliß - Intuitionscoaching
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Tarot-Kartenlegen für Träume

Tarot-Kartenlegen für Träume

Tarot bezeichnet einen Satz von 78 Spielkarten, der zu psychologischen Zwecken oder zur Divination verwendet wird.

Tarot-Kartenlegen für Träume

Du kennst Tarot? Du magst Traumarbeit? Und du suchst nach neuen Wegen um das eine mit dem anderen zu verbinden?

Robert Moss hat auf Facebook einen Beitrag veröffentlicht, in dem er ein einfaches 5-Karten-Tarot für eine zweite Meinung über deine Träume vorstellt. Das ist besonders praktisch, wenn du keine Zeit und Muße für ein ausführliches Lightning Dreamwork hast.

Kreiert wurde es von Active Dreamer Nicky Ferrada. Die oberste Karte bezieht sich auf den Titel deines Traums; die linke Karte verrät, warum der Traum jetzt auftaucht; die mittlere Karte zeigt, was der Traum dich lehren will; die rechte Karte zeigt verborgene Wahrheiten, die der Traum ans Licht bringt; während die untere Karte vorschlägt, wie du den Traum im täglichen Leben anwenden könntest.

Anschauungsbeispiel

Damit du eine bessere Vorstellung des 5-Karten-Tarots bekommst, folgt hier ein Anschauungsbeispiel zu einem meiner eigenen Träume vom 03.02.2021.

Gezogen wird der Reihe nach: Von oben nach unten, links nach rechts. Das heißt im Anschauungsbeispiel 1) Zitteraal, 2) Koala, 3) Dachs, 4) Schmetterling und 5) Biber.

Nimm dir Zeit beim Aufdecken und lasse Bild/Botschaft auf dich wirken, bevor du zum nächsten  Zug übergehst.

Ich nutze lieber sogenannte Orakelkarten, anstatt klassisches Tarot – aber das ist Geschmackssache und schmälert nicht die Deutung.

So eine 5-Karten-Tarot-Legung ist übrigens eine tolle Kombination zum Traumtagebuch!

Bildquelle

Das Orakel der Krafttiere“ (ISBN: 978-3426658482) von Colette Baron-Reid

Das Traumtagebuch

Das Traumtagebuch

Das Traumtagebuch

Robert Moss, Erfinder des Active Dreamings, liefert in seinem gleichnamigen Buch Active Dreaming (ISBN: 978-1577319641) praktische Anleitung zum Führen eines Journals. Für meine persönlichen Belange habe ich die Form entsprechend angepasst. Sie basiert auf dem sogenannten Lightning Dreamwork (dt. Blitz-Traumarbeit) Spiel aus 4 Phasen, von denen ich die Hälfte für die Dokumentation meiner Träume nutze. Dies sind:

  1. Erzählen: Im ersten Schritt gebe ich dem Traum einen Titel, als wäre es ein Kinofilm. So klar wie möglich. Das lädt dazu ein, die Quintessenz des Traumes zu benennen. Danach berichte ich den Traum als eine Geschichte. Nur die Fakten, kein Hintergrund, keine Autobiografie. 
  2. Fragen beantworten: In diesem Schritt werden 3 essentielle Fragen gestellt, die du dir selber beantwortest. 1) Wie hast du dich – nach dem Aufwachen – gefühlt? 2) Realitätsprüfung. Welche Elemente erkennst du aus deinem Leben wieder, und könnte ein Teil dieses Traums in der Zukunft spielen? 3) Was möchtest du jetzt darüber wissen?

Da ich morgens meist zu verpennt für saubere Notizen mit Zettel und Stift bin, nehme ich alles als Sprachmemo mit dem Smartphone auf und tippe sie später auf dem Notebook ab. 

Damit stehen die Grundlagen für das Traumtagebuch. Datum nicht vergessen!

Tipps für Fortgeschrittene

Da ich sehr visuell träume/erinnere, habe ich mir angewöhnt zusätzlich ein Bild für den Traum – oder eines seiner zentralen Elemente – zu notieren. Das kann ein Symbol, eine Skizze oder eine Collage sein. So bleibt das Traumbild länger haften.

Je nachdem, wie eindrücklich der Traum gewesen ist, würde ich in den finalen Schritt des Lightning Dreamworks einsteigen: Den Call-to-Action.  Hier notiere ich Maßnahmen die ich ergreifen kann, um diesen Traum zu ehren oder mit seiner Führung zu arbeiten. Als Active Dreamer reise ich häufig in den Traum zurück, um mehr Informationen zu erhalten. Aber das kann alles Mögliche sein. Eine Recherche, ein Gespräch mit beteiligten Personen, der Kauf eines Objektes das dich an den Traum erinnert… deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, du HANDELST. Fällt dir nichts ein, entwirf ein persönliches Motto, kurz wie ein Autoaufkleber oder etwas, das auf einen Kühlschrankmagneten passt.

Deine „normalen“ Traumnotizen werden durch eine visuelle Referenz und einen Kraftsatz komplettiert, wodurch die Traumarbeit an Tiefe gewinnt.

Ein spielerischer Einstieg in die Kairomantie

Ein spielerischer Einstieg in die Kairomantie

Ein spielerischer Einstieg in die Kairomantie

Robert Moss, Schöpfer des Active Dreamings, beschreibt in seinem Buch Sidewalk Oracles (ISBN: 978-1608683369) die Praxis, wie du die Straßen des wachen Lebens als bewusster Träumer beschreiten kannst. Es geht darum zu erkennen, wie die Welt durch Zeichen, Symbole und das Spiel der Synchronizität zu dir spricht. Er nennt es Kairomantie, nach dem griechischen Gott des günstigen Zeitpunkts. Die Praxis baut auf der Idee auf, dass ein wesentliches Merkmal der Erfahrung eines bedeutungsvollen Zufalls darin besteht, dass wir wissen, dass dies ein besonderer Moment ist, in dem die Dinge anders funktionieren. Die Griechen haben sogar ein extra Wort für diese Art Moment: Den Kairos-Moment.

Um ein Kairomant zu werden“, schreibt Moss, „musst du lernen, deinen Gefühlen zu vertrauen, während du auf den Straßen dieser Welt wandelst, deine persönliche Wissenschaft des Schauderns zu entwickeln, in deinem Bauch und deiner Haut zu erkennen, dass du weit mehr weißt, als du an der Oberfläche des Bewusstseins festhältst.

Aber wie kannst du diesen Kairos-Moment praktisch einfangen? Indem du dich in Einklang mit dem Universum bringst. Lerne mit offenen Augen zu träumen. Das ist weniger kompliziert als es klingt. Tatsächlich macht es sogar Spaß.

Beginne damit für dich eine Intention zu setzen. Das kann eine Frage sein, die dich gerade beschäftigt. Oder du bleibst offen für das, was sich zeigen möchte. Dann gehst du hinaus in die Stadt, Natur – wo auch immer es dich hinzieht. Sei achtsam. Siehst du vielleicht ein bestimmtes Tier, das dir zu folgen scheint? Wird dein Auge auf den Aufkleber eines Autos gelenkt? Triffst du Menschen, die dir einen Rat geben? Die Bandbreite ist groß. Wichtig ist nur, nichts zu forcieren. Lass dich treiben. Wenn du das Gefühl hast, dass die Zeit stehen bleibt und du wie ferngesteuert irgendwo hin schaust… das ist die Antwort die du suchst.

Vertraue deinen Impulsen. Je öfter du das Gehwegorakel „befragst“, desto stärker werden deine Intuition und Spontanität. Stelle es dir als „Gassi gehen“ mit Träumen vor.

Noch ein coronafreundlicher Tipp: Du brauchst nicht extra das Haus verlassen, um deiner Kairomantie zu frönen. Improvisiere. Hast du ein Bücherregal? Dann gehe dorthin, ziehe ein Buch hervor und schlage die erstbeste Seite auf. Lies 1-2 Sätze, die dir ins Auge springen. Dies ist die Antwort auf deine Frage/gesetzte Intention.

Probiere es aus.

Active Dreaming ⇄ Klarträumen

Active Dreaming ⇄ Klarträumen

Klarträumen vs. Active Dreaming

Klarträumen und Active Dreaming bezeichnen zwei Traumschulen. Wobei Klarträumen im deutschsprachigen Raum populärer ist. Ihnen ist gemeinsam, dass sie mit Träumen arbeiten, dass man durch Übung lernen kann, diese herbeizuführen oder zu verändern und dass Klarheit im Erleben eine Rolle spielt. Aber sind die beiden Traumarten voneinander zu trennen?

Zäumen wir das Pferd von hinten auf. Ein Klartraum, auch luzider Traum, ist ein Traum, in dem der Träumer sich dessen bewusst ist, dass er träumt. Active Dreaming ist, wenn der Träumer aktiv träumt. Klingt… ähnlich. 

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Dem Bewusstseinszustand. Klarträumen findet im Traum statt, hauptsächlich nachts während der REM-Schlafphase. Active Dreaming dagegen passiert im Wachzustand (sogenannter Tagtraum).

Auch die Methodik ist unterschiedlich. Beim Klarträumen will man das Unterbewusstsein ansprechen. Beispielsweise wird mit Autosuggestion gearbeitet, um den Körper „auszutricksen“. Active Dreaming arbeitet dafür über Trance direkt mit dem Bewusstsein.

Folgt noch der Ablauf. Klarträumer befinden sich mitten im Traum, bevor sie in Aktion treten (können). Das heißt, dass gegebenenfalls schon Ereignisse eingetreten sind auf die der Träumer keinen Einfluss hatte. Active Dreamer hingegen träumen von Beginn an bewusst mit einem Traum. Das heißt sie steuern von Anfang an die Ereignisse. 

Zuletzt die Interaktion. Klarträumer können nur in ihren eigenen Traum eingreifen. Active Dreamer können nach entsprechender Schulung – und Einladung – in fremde Träume reisen, zum Beispiel um bei Albträumen für Heilung zu sorgen. 

Diese Punkte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie spiegeln lediglich meine Wahrnehmung des „Unterschieds“ zwischen Klarträumen und Active Dreaming wider. Ich lade alle Leser ein, sich ihre eigene Meinung zu bilden.  

Bewusstseinszustand
Methodik
Ablauf
Interaktion